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Woody Allen, Scarlett Johansson, Ian McShane, Tschaikowsky

Scoop / Scoop - Der Knüller
UK/USA 2006, Woody Allen, 96 Minuten.

Nach den prototypischen Sneak-Preview-Grausamkeiten, die das Filmtheater am Friedrichshain die letzten zwei Wochen bot (Snow Cake, The Last Kiss), war der neue Woody Allen eine zum positiven Ausgleich wohl unumgängliche Notwendigkeit. Durch ein Meer an überambitioniert-übersteuertem Edel-Schuldschleim gewatet zu sein, ist wohl die beste Voraussetzung, um das vollends unangestrengte very nice Dahinplättschern einer neuen kleinen Woody-Allen-Kriminalkomödie, wie Scoop sie ist, würdigen zu können.

Woody Allen haut hier einfach ohne großen Wurf ein weiteres Schächtelchen von Film raus, das er für anderthalb Stunden so wohnlich und gemütlich einrichtet, wie es ihm gerade leicht von der Hand geht. Er hockt in England, also bieten sich ein paar ansehnliche Anwesen und Ländereien an; er guckt auf sein unbeschwert bildungsbürgerliches musikalisches Repertoire und findet ein paar wohlklingende Tschaikowsky-Standards; er sät das Ganze mit entspannten, nur selten irritierenden Zoten; und stellt ein paar Schauspieler mit ausreichender Screenpräsenz in die Mitte, allen voran natürlich die allseits beliebte Scarlett Johansson und sich selbst.

Große Freude bereitet aber auch die Unterbringung von Ian McShane; der primär (obgleich auf eine weit über vier Jahrzehnte umfassende Filmschauspielerkarriere zurückblickend) für seine Quasi-Hauptrolle als schulterzuckend über Leichen gehender Bordellkapitalist aus der HBO-Westernserie "Deadwood" überaus beliebte McShane darf als vergeisterter Profi-Journalist aus dem Jenseits immer noch hinreichend abgebrüht und überlegen
Woody Allens bildungsbürgerliches Musikrepertoire als Soundtrack des Films kaufbar.
auftreten, um ihm ein wenig Deadwoods Al Swearengen abzunehmen. Leider sind seine wenigen Erscheinungen kurz, aber vielleicht integriert Allen ihn ja noch in sein Darstellerstandardrepertoire.

"Scoop" lässt schöne Menschen schöne Dinge tun[1], in schöner Umgebung und zu schöner Musik, recht entspannt und ungepeitscht, aber in ausreichendem Maße für einen netten Kinoabend oder ein Nebenherlaufenlassen im Fernseher. Nett, nett.

[1] Ich habe gerade erfolglos versucht, rauszukriegen, von wem der Spruch ist, dass dies Kino sei. Ich spekuliere Godard oder irgendein anderer Franzose. Jemand eine Idee?

"Scoop" kommt am 16. November in die deutschen Kinos.

Tuesday November 14, 2006

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Kommentare

  1. helmut montag / 14. November 2006, 18:48 Uhr

    spruch ist von truffaut

  2. Christian / 15. November 2006, 09:46 Uhr

    Ah, danke für den Hinweis.

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