futur:plom
cine:tv:plom
kommentar:plom
reste:plom
Eines von mehreren
plomlompom-Projekten
Datenschutz-Erklärung
Impressum

cine:plom

Altes Kino: Filme. Neues Kino: Meme.
Über diese Seite

Notizen zu kulturellen Bespaßungen der Neuzeit von
Christian Heller a.k.a. plomlompom.

Orientierung

Neues Kino
Mem- & Internetkunst

Mission Statement

Altes Kino
Film & Fernsehen

Titel A-Z
Aktuelles TV-Programm

Abonnement

Letzte Kommentare

Die Meriten von "Family Guy", mit einem Exkurs zur Gestrigkeit der "Simpsons" (14)
     Gerrit Jessen, jörn Hendrik Ast, Christian, ...

Wieder Jeremy Irons und Drachen (5)
     tester, tester, rrho, ...

Vortrag: Das egoistische Mem. Die Kultur der Internet-Meme (10)
     Christian, Christian, Lena Waider, ...

Blogroll

Lizenz

Für alle von mir verfassten Texte auf dieser Seite gilt folgende Lizenz:

Creative Commons License

Partnerschaften

Werbung

   

Berlinale 2006 #29 / Komm näher

Komm näher / Happy As One
BRD 2006, Vanessa Jopp, 97 Minuten.

Ein weiterer dieser unsäglichen Berlin-Filme, die seit ein paar Jahren en vogue sind, voller extrem hervorgekehrter ‘Authentizitäten’ unter den verwendeten Floskeln, Props, Locations, Kleidungsstücken, Inneneinrichtungen, auf dass man sich auf die Schulter klopfe, ja, genau sowas erlebe man ja alltäglich hier, genau solche Leute kenne man aus der U-Bahn oder von den Parties, zu denen man geht, so sind die Leute in der Dönerbude, genau so reden die Taxifahrer, usw., natürlich auch alles mit Handkamera und anderen Authentizitätskennzeichnern, nur, um dann damit über diese ‘Authentizität’ ein paar verlogene, konstruierte, reaktionäre Moralgeschichtchen am Realismusverstand vorbei reinzumogeln, wie zum Beispiel in “Komm näher“ die von der Mitte-Familie mit dem getauschten Geschlechterverhältnis, dem sich unbeachtet fühlenden Hausmann und der workaholikisierten Architektinnen-Ehegattin, die der Film die Familie vernachlässigen lässt und sich zurück an den Herd wünscht, oder die Geschichte von der unsympathischen, verplanten asozialen Chaotin (zu demotiviert zum Arbeiten, bis eine mütterliche Imbissbudenbesitzerin sich ihrer annimmt und ihr zumindest ein bisschen Verantwortungsbewusstsein einbleut) und dem grundguten Polizisten, die sich beide ineinander verlieben, und nach einem (der Psyche der Chaotin anzulastenden) ersten Krach lässt der Film die Chaotin ganz treuherzig und selbstlos vor der Polizeiwache in Wind und Wetter stundenlang auf ihn bzw. ihr finales Glück warten.

Fraglos, ankommen dürfte der heuchelige, sein Publikum verarschende Film nicht viel weniger gut als andere seiner Art.

Monday February 20, 2006

Werbung

Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen.