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Berlinale 2006 #27 / The Notorious Bettie Page

The Notorious Bettie Page
USA 2005, Mary Harron, 91 Minuten.

Auf den habe ich mich ja gefreut, auch wenn mir verschiedene Leute, die den Film schon sahen, sagten, dass sie ihn nicht so toll fanden.

Zugegeben: Ein hochkomplexes, relevantes Meisterwerk ist dieser HBO-Mini-Biopic über Bettie Page nicht, aber wozu auch. Er ist solide, liebenswerte und amüsante Unterhaltung nach der üblich hohen HBO-Qualität, und das ist bei dem, was ich bisher in Forum und Panorama gesehen habe, schonmal ganz dicke was. Leichtfüßig wird zwischen Episoden in Jugend und späterer Pin-Up-Karriere der Dame, sehr, sehr exzellent verkörpert von Gretchen Mol, hin und hergesprungen, alles eingewattet in ein prachtvolles, genüsslich oberflächliches, poppiges Postmoderne-Nostalgie-Portrait der 40er-/50er-Jahre;
Früherer Ausflug von Mary Harron in eine bonbonmäßig auszumalende kulturhistorische Periode New Yorks. Man könnte ja so eigentlich zusammen mit "American Psycho" eine New-York-Trilogie von Frau Harron postulieren.
dass Mary Harron in so etwas Meisterschaft hat, bewiesen ja bereits American Psycho für Yuppie-Nostalgie der 80er und I Shot Andy Warhol fürs Künstler-New-York der 60er. (Überhaupt, strenggenommen, in allen drei Filmen stets Nostalgien für vergangene Perioden New Yorks, die Harron heraufbeschwört - Zufall?)

Der Film ist fröhlich, naiv, spaßig und, wie gesagt, nach hochwertigem HBO-TV-Standard produziert. Überhaupt, die These, dass das amerikanische Qualitätsfernsehen der Gegenwart (im Vorspann kam ich nicht umhin, John Wells _of West Wing fame_ zu erblicken) gewissermaßen den Standard des alten Studio-Hollywoods in seinen Produktionen, Drehbüchern, Star-Darstellern wiederbelebe, erfährt natürlich besondere Faszination, wenn man, wie hier, eine, im Grunde, (wenn auch natürlich postmoderne) Fernsehproduktion (wenn auch nicht sogleich im Fernsehen released) eben dieser Garde (und HBO gibt sich in seinen Produktionen vielleicht tatsächlich ein bisschen so wie ein Studio alten Stils) im Kino sieht.

Ach, ein schöner, quirliger kleiner Film! Unter meinen Berlinale-2006-Sichtungen bis jetzt gewiss, obgleich weit davon entfernt, großartig zu sein, einer meiner Favoriten.

Friday February 17, 2006

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