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Berlinale 2006 #9 / Falscher Bekenner

Falscher Bekenner
BRD 2005, Christoph Hochhäusler

Erinnern Sie sich noch an Scooby aus Todd Solondz' Storytelling, diesen total apathischen, drögen, antriebslosen Teenager? Sowas Ähnliches hat auch Falscher Bekenner zur Hauptfigur, einen jungen Mann, gerade mit der Realschule fertig, der zum Leidwesen seiner Eltern auf irgendwie überhaupt nichts zusteuert; er hat keine ausgeprägten Interessen, kriegt nix gebacken, findet keinen Job.

Dabei bewirbt er sich ausgiebig, und diese Bewerbungsszenen, die von Mal zu Mal immer abstrusere psychologische Persönlichkeitstests vorführen, sind vielleicht die komischen Highlights des Films. Ansonsten riecht er manchmal doch etwas streng nach dem wenig aufregenden Genre schwermütiger Jugendselbstfindungsfilmchen; aber eben doch sanft unterspült von einem ganz unterschwelligen Humor, der das Konzept der Selbstfindung höchstselbst hinterfragt.

Das blitzt etwa im Verhältnis auf zwischen dem lakonisch drögen Lustlosigkeitsauthentizitätsspiel des Hauptdarstellers und dem fast schon gekünstelt pointierten Spiel all der Figuren, mit denen er interagiert, und die sich alle eben schon 'gefunden' haben und dabei eher zu Karikaturen eines bestimmten Typs geworden sind. Schließlich sieht die Selbstfindung des Helden dann so aus, dass er in die Badewanne pinkelt, Motorräder sabotiert und sich von bösen Rockern poppen lässt. Als er am Ende, vor den Augen des begehrten Mädchens, von der Polizei abgeführt wird, ist er glücklich, denn nun hat er tatsächlich etwas gefunden, was er tun und sein kann.

Sunday February 12, 2006

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