Notizen zu kulturellen Bespaßungen der Neuzeit von
Christian Heller a.k.a. plomlompom.
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Die FSI Gru35 – studentische FachSchaftsInitiative des Instituts für Theaterwissenschaft (samt Seminar Filmwissenschaft) der FU Berlin, ansässig in der namensgebenden Grunewaldstraße 35 – veranstaltete bis gestern eine dreitägige Orientierungs- bzw. O-Woche für uns Erstsemester.
Erster Tag (siehe auch den vorherigen Eintrag):
Gemeinsames Frühstück (“gesponsort vom AStA FU”); diverse Kennenlernspielchen (alle Altersklassen, alle Landesteile und auch einige andere Nationen vertreten); Vorstellungen von FU-Studiobühne und Medienlabor des Instituts; Einführungen in die Geschichte der FU, der Theaterwissenschaft und der Filmwissenschaft, in die Theater- und Film-Szene Berlins; Praktikumsempfehlungen.
Zweiter Tag:
Politisierung Anwesender u.a. durch einen Studentenproteste-Propagandafilm; Diskussion des neuen Bachelor-Master--Systems (böse Prophezeiungen: Wird der Master (erst dieser ist gleichrangig mit den bisherigen Magisterabschlüsse) als Zweitstudium gelten und deshalb mit horrenden Studiengebühren verbunden sein? Werden nur die besten 30% der Bachelor-Absolventen zum Master zugelassen, und von denen auch nur die zahlungswilligsten?), dessen chaotische Einführung uns Erstsemester in allerlei Unsicherheiten wirft (siehe auch: Presseerklärung des AStA); Zerpflücken der eben deshalb noch etwas vage formulierten Studienordnungen; zur Eingewöhnung ins wissenschaftliche Arbeiten die gemeinsame Analyse und Diskussion eines Textes des gerade verstorbenen Jacques Derrida, einem Auszug aus “Die unbedingte Universität”.
Abends ein Besuch in der Volksbühne, Frank Castorfs “Endstation Amerika”, anschließend gemeinsames Unsichermachen von Berliner Lokalen.
Dritter Tag:
Zweistündige Führung durch die FU-Bibliothek. Ganz schön beeindruckend. Danach zusammen mit den Leuten vom Institut für Philosophie, an dem ich mein 60-Leistungspunkte-Modul absolvieren werde, eine zweistündige Campus-Führung. Auch ganz schön beeindruckend. Nur: In der Rostlaube kann man sich leicht verlaufen.
Abends dann ein Besuch im Arsenal: “10e Chambre, instants d’audiences” von Raymond Depardon, in Anwesenheit desselben (und anderer honoriger Persönlichkeiten, z.B. des französischen Botschafters oder Ulrich Gregor und Erika Gregor, die aber sowieso immer in ihrem Kino rumwuseln). Nach dem Film gab’s im Foyer Wein, und ein Grüppchen unseres Fachbereichs versammelte sich zum Gespräch um den freundlichen Regisseur. Fazit: Ich verstehe doch noch weitaus mehr Französisch, als ich mir zugetraut hätte.
Abschließend nochmal: Großes Dankeschön an die Leute von der Fachschaftsinitiative für die O-Woche!
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