futur:plom
cine:tv:plom
kommentar:plom
reste:plom
Eines von mehreren
plomlompom-Projekten
Datenschutz-Erklärung
Impressum

cine:plom

Altes Kino: Filme. Neues Kino: Meme.
Über diese Seite

Notizen zu kulturellen Bespaßungen der Neuzeit von
Christian Heller a.k.a. plomlompom.

Orientierung

Neues Kino
Mem- & Internetkunst

Mission Statement

Altes Kino
Film & Fernsehen

Titel A-Z
Aktuelles TV-Programm

Abonnement

Letzte Kommentare

Die Meriten von "Family Guy", mit einem Exkurs zur Gestrigkeit der "Simpsons" (14)
     Gerrit Jessen, jörn Hendrik Ast, Christian, ...

Wieder Jeremy Irons und Drachen (5)
     tester, tester, rrho, ...

Vortrag: Das egoistische Mem. Die Kultur der Internet-Meme (10)
     Christian, Christian, Lena Waider, ...

Blogroll

Lizenz

Für alle von mir verfassten Texte auf dieser Seite gilt folgende Lizenz:

Creative Commons License

Partnerschaften

Werbung

   

Berlinale 2007 #39: I served the King of England

Berlinale 2007 #39: I served the King of England / Obsluhoval jsem anglického krà¡le / Ich habe den englischen König bedient
Tschechei/Slowakei 2006, Jiri Menzel, 118 Minuten

Tschechoslowakische Schelmenroman-20th-century-Geschichtsrevue nach Borumir Hrabal; der Simpleton, der sich von den 20ern bis in die 60er Jahre durchschlawinert, unter den speziellen Koordinaten: Streben nach Reichtum, Dienerschicht des Großbürgertums, Narren-Aufstieg im Hitler-Sudetenland-WW2, kommunistischer Enteignungs-Inhaftierungs-Umerziehungs-Spätherbst danach.

Widerlich “der naiv-groteske und goldige Blick” (Dietrich Kuhlbrodt ganz begeistert in der taz) auf die Geschichte, der hier ganz einen tschechoslowakischen Forrest Gump produziert, der ausgefuchst-glückreiche Narr, der die Ernsthaftigkeiten des Historisch-Politisch-Materialistischen mit Verwitzelung und Verniedlichung im Zucker ersäuft; oberflächlich durch Naivität erhaben und dabei dennoch ganz konventionell reaktionär-ideologisch nach dem Moral-Diktat für kleine Leute: das Streben nach gesellschaftlichem Aufstieg lohnt nicht, aller Reichtum ist vergänglich, das Politische ist das Verderben, das Leben so wie es ist genießen und nicht es herausfordern.

Gegen diese Moral wehrt sich dann aber doch manches im Film; die Bilder des Luxus und die Karikatur des Glücks des Großbürgertums, sind allesamt zu attraktiv, zu wunderschön, um ganz in Veralberung aufzugehen; die Romantik des gealterten Schelmen am Ende im höchst grauen Wald, der seinen wertlos gewordenen materiellen Reichtum vom Winde verwehen lässt, weil er verstanden hat, dass materieller Reichtum ja doch nichts ist, kann dagegen eben gerade nicht bestehen. Der Film stellt sich selbst ein Bein, und man kann sich entscheiden, ob man drüber stolpern oder es sich rektal einführen will.

Tuesday February 20, 2007

Werbung

Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen.