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Notizen zu neulich gesehenen Filmen

Gran Torino (Clint Eastwood): Moralfabel etwas simpel und das Ende lahm, aber große, spielfreudige MännlichkeitsKonstruktions-Musik. Und vor allem Eastwood. Große Teile des Films einfach nur davon getragen, Eastwood mit bösesten Gesichtsausdrücken oder grunzend zu zeigen. Greiser, miesgelaunter Dirty Harry im Schaukelstuhl vorm Haus, fuchtelt mit seinem Gewehr rum und ruft dabei: "Get off my lawn!"

Alexander (Oliver Stone): Angeschaut primär mit dem Interesse, wie historische und vor allem historiographische Distanz inszeniert werde. Auflösung: Ptolemaeus (Anthony Hopkins), einer von Alexanders Generälen und in Folge von dessen Eroberungen Pharao Ägyptens, diktiert inmitten der Bibliothek von Alexandria die Filmerzählung seinem Schreiberling, mit Selbstzensur aus persönlicher Erinnerung und im Abschreiten um ihn hängender Landkarten (deren zeitgenössisch beschränktes Verständnis der realen Geographie der Welt der Film mehrfach betont), Büsten und geschichtsverherrlichender Wandgemälde. Das filmisch rückblickende Ergebnis ist leider nach modernen Realismus-Konventionen inszeniert, aber mit einigen netten Anachronismen: So werden alte Papyrus-Rollen in griechischen Schriftzeichen gezeigt, deren Alphabet aber in englischsprachige Sätze sortiert ist; und zu einer Hochzeit wird eine Sandalenfilmtrompeten-Version von Mendelssohn-Bartholdys Hochzeitsmarsch geblasen. Es gibt filmhistorisch kuriose rückwärtige Echos von Zack Snyders 300 im Persermetzeln, vom Blut- und Körperteileverbrauch über wortwörtliche Spruchzitate bis zu den Kampfschreien und einer "Held wirft mit Speer in gerader Linie auf den Perserkönig"-Szene; vielleicht sind das aber auch allgemein historiographische Echos, die der Film nur quellentreu übernimmt. Die ganze selbstmitleidige Psycho-Selbstfindungs-Dramaturgie, die Stone für Alexander vorsieht, und der Raum, den sie einnimmt: boooring! Dafür immerhin ansatzweises Exotismus-Gespür für Alexanders Asia-Neugier-Expeditionen.

Slumdog Millionaire (Danny Boyle): FeelGood-moralistischer ElendsEdel-Kitsch mit nervigen Kindern.

The Fall (Tarsem Singh): Review bei fudder.de.

Short Cut to Hollywood (Jan-Henrik Stahlberg und Marcus Mittermeier): Die Mediensatire wirkt in ihrem Gehalt merkwürdig veraltet, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich in der Blase der Leute lebe, die seit Jahren nur noch in Ausnahmefällen Broadcasting-Fernsehen schauen. Auf jeden Fall unterschätzt sie aber den Moralismus der amerikanischen Öffentlichkeit und missversteht den "Star"-Begriff des YouTube-Zeitalters. Nimmt man diese ideologischen Borniertheiten hin, ist das Werk aber durchaus in sich konsequent, nicht einfallslos und oftmals effektiv, vor allem in den lobenswerten Gore-Szenen. Auch kann man dem Film vielleicht Einiges über das deutsche Bild Amerikas entnehmen. Den Film in der FaF-Sneak gesehen, der Herr Stahlberg persönlich beiwohnte und sich dem Publikum stellte. Er lästerte viel und fröhlich über die Besucherklientel eines UCI-Kinos in Bochum, wo er wohl auch schon sich in vergleichbarer Form dem Publikum aussetzte, trat alles in allem so unterhaltsam-arrogant wie seine Kunstfiguren auf.

Tuesday March 17, 2009

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Kommentare

  1. Winni / 18. March 2009, 16:48 Uhr

    “unterhaltsam-arrogant”
    Das ist gut. Er spielt versnobbte Arschlöcher und ist wohl auch im Real-Life eines, so wie du das schilderst. Ich fand ihn schon in Muxmäuschenstill zum kotzen.

  2. Patrick B. Rau / 19. March 2009, 17:15 Uhr

    Ich dagegen, ICH fand IHN in MUXMÄUSCHENSTILL gut. Ich kann mich auch noch an einen witzigen AUFTRITT von IHM in einem Tatort erinnern.

  3. Patrick B. Rau / 19. March 2009, 17:18 Uhr

    Ich meine natürlich den von 2005 und nicht den aus diesem Jahr. Den habe ich nämlich NICHT gesehen.

  4. Christian / 19. March 2009, 19:01 Uhr

    Oh, ich wollte ihn damit gar nicht runtermachen. Ich halte Arroganz nicht unbedingt fuer einen Makel. Und im Gegenteil, ich fand Stahlberg sowohl in MuxMäuschenStill, als auch z.B. als Gastauftritt in “Knallhart”, als auch selbst in “Short Cut to Hollywood” wirklich gut.

  5. Winni / 19. March 2009, 20:43 Uhr

    Du lebst ja auch in einer Blase. Er ist eine Katastrophe! Er bleibt eine Katastrophe und wenn du dich auf den Kopf stellst.
    Arroganz ist ein Makel und komm mir jetzt nicht mit so doofen Sprüchen wie: “Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz!” Arroganz ist Arroganz ist ARROGANZ ist nicht GUT.

  6. Patrick B. Rau / 19. March 2009, 21:10 Uhr

    Ich wusste gar nicht, daß er in “Knallhart” auch mitmacht.

  7. Christian / 19. March 2009, 22:10 Uhr

    @Winni: Warum ist Arroganz eine Katastrophe?

  8. Winni / 19. March 2009, 22:56 Uhr

    Wo habe ich behauptet, daß Arroganz eine Katastrophe sein soll? Ich habe gesagt ER ist eine Katastrophe. Sein Auftreten, sein Getue, seine Person. Ich bin allergisch gegen ihn. Arroganz ist keine Katastrophe. Sie ist einfach nur ein Zeichen von schlechtem Charakter.

  9. Christian / 19. March 2009, 23:07 Uhr

    @Winni: Ah, sorry, hab ich dich missverstanden. Die /Heftigkeit/ deiner Stahlberg-Antipathie kann ich trotzdem nicht so ganz nachvollziehen ;-)

  10. Patrick B. Rau / 19. March 2009, 23:16 Uhr

    Ich auch nicht. Andererseits habe ich eine Richard-Gere Allergie. Ist wohl ein ähnlicher Fall.

  11. Winni / 19. March 2009, 23:38 Uhr

    Den sehe ich wiederum gerne. Naja. Geschmackssache.

  12. Patrick B. Rau / 20. March 2009, 12:26 Uhr

    Aus dem imdb.com Forum:
    “I was kinda hoping the jackal would win. Anybody else?”
    “Uh…..no.In case your mother never told you, killing First Ladies during cancer treatment center openings is wrong!! A bad person who kills a good person in front of people who love and respect her just for money should never win.”

    Ich war immer FÜR den Schakal und IMMER gegen Richard Gere! Dieses FILMENDE war ein DEBAKEL! (imho)

  13. Winni / 20. March 2009, 13:58 Uhr

    Schon kapiert.
    Jimmy was the kind of guy that rooted for bad guys in the movies.
    Wie uncool.

  14. Patrick B. Rau / 20. March 2009, 14:28 Uhr

    Ok. Eigentlich war ich nicht für den Schakal, sondern einfach nur GEGEN den Depp aus der Lancia-Werbung.

  15. Winni / 20. March 2009, 15:41 Uhr

    Selber Depp. IHN auf einen Werbespot zu reduzieren ist ja wohl mehr als unfair!
    Ich finde ihn große Klasse.

  16. Patrick B. Rau / 20. March 2009, 16:20 Uhr

    Schön für dich. Das ändert nichts an der unumstößlichen Tatsache, daß er hauptsächlich in mediokren Schnulzen mitspielt. Und das nicht besonders überzeugend.

  17. Winni / 20. March 2009, 16:30 Uhr

    Naja. Geschmackssache.

  18. Winni / 20. March 2009, 16:51 Uhr

    Mir fällt gerade auf, daß cineplom eine Stunde in der Zukunft lebt. Weil jetzt ist es laut uhrzeit.org 15:51 aber dieser Kommentar wurde angeblich um 16:51 erstellt!

  19. Patrick B. Rau / 20. March 2009, 16:56 Uhr

    SKANDAL! Was sagt der Inhaber Christian Heller dazu?

  20. Christian / 20. March 2009, 17:08 Uhr

    Oh, das sind irgendwelche Sommerzeit-Winterzeit-Zeitzonen-Einstell-Verwirrungen. Nicht weiter beachten ;-)

  21. Patrick B. Rau / 20. March 2009, 18:15 Uhr

    Achso. Dann ist ja ALLES KLAR. Oder?!

  22. Winni / 20. March 2009, 18:23 Uhr

    My! My! Time flies!
    Zeitumstellung ist erst am 29.3.
    Ich glaube dir nicht so richtig. Aber ist auch nicht so wichtig.

  23. Patrick B. Rau / 20. March 2009, 18:25 Uhr

    Christian Heller nicht glauben wollen, daß es hier um irgendwelche Sommerzeit-Winterzeit-Zeitzonen-Einstell-Verwirrungen geht, aber auf plumpe Kitsch-Einlagen von Richard Gere reinfallen?! Du bist ja lustig.

  24. Winni / 20. March 2009, 18:28 Uhr

    Aaaah! JETZT sehe ich es auch. Es geht tatsächlich um irgendwelche Sommerzeit-Winterzeit-Zeitzonen-Einstell-Verwirrungen. ;-)

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